"Sie waren ihrer Zeit voraus." Philosophinnen und Wissenschaftlerinnen und ihr Platz in der Geschichte.
Call for paper zur (Deadline 30. November 2025*) zur Hybrid-Veranstaltung der ArbeitsgruppeFrauen in der Geschichte der Philosophie.
*Mitteilung über die Annahme spätestens 4. Dez. 25.
Workshop. 08 Dezember 2025, 10-18 Uhr
Wo: Center for the History of Women Philosophers and Scientists, Universität Paderborn, Technologiepark 8 und Online per Zoom.
Anmeldefrist zur einfachen ONLINE-Teilnahme ohne Beitrag: 04.12.2025 - Bitte nutzen Sie hierfür das Formular zur Anmeldung, siehe Button unten.
Das immense Material der Philosophinnen und Wissenschaftlerinnen wird allmählich in die Philosophie- und Forschungsgeschichte eingegliedert. Dabei fällt auf, dass Beiträge von Frauen sich als Vorläufertheorien erweisen. Du Châtelet formulierte die Kopernikanische Wende lange vor Kant. Ihre Überlegungen zu den Hypothesen wirkten bis in das 20. Jahrhundert. Hazel Kirk hat die Kreislaufwirtschaft vorausgedacht und Charlotte Perkins Gilman den sexualisierten ausbeuterischen Kapitalismus identifiziert.
Eingeschlossen sind hier auch jene Denkerinnen, die sich im Schnittpunkt von Philosophie und Wissenschaften betätigten, wie z.B. in der Medizin (Hildegard von Bingen, Olivia Sabucco, Dorothee Erxleben u.v.a.), in der Mathematik- (Maria Gaetana Agnesi, Laura Bassi, Marie-Sophie Germain u.v.a.), der Ökonomie- Sozial- und Rechtsgeschichte (z.B. Harriet Taylor Mill, Charlotte Perkins Gilman), der Logik- und Physikgeschichte (Grete Herrmann, Constance Naden) und der analytischen Philosophie (Constance Jones, Susan Stebbing).
Das Jahrestreffen der AG lädt ein, Beispiele für dieses Paradigma aufzuzeigen. Wir ermuntern, am Beispiel von Fallstudien das Determinationsgefüge von Diskursentwicklungen auf den Begriff zu bringen und so daran mitzuwirken, Strukturformen zu erkennen, durch die der Vergleich mit der Entwicklung in unterschiedlichen Disziplinen oder Theorien möglich wird.
Keynote Dr. Andrea Reichenberger, TU München
Bitte senden Sie Ihren Vorschlag von ca. 500 Wörtern und 1 Seite CV bis zum 30. November 2025 an ruth.hagengruber(at)upb.de.
Die Arbeitsgruppe Frauen in der Geschichte der Philosophie wurde 2017 gegründet im Rahmen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie gegründet.
Der Zweck der Arbeitsgruppe liegt darin, die Erforschung und Lehre der mannigfachen originellen und fundamentalen Beiträge von Frauen in der Geschichte der Philosophie gemeinsam zu ebnen und zu fördern.
Über die AG
Unterstützt durch das Center for the History of Women Philosophers and Scientists (HWPS) stellt die AG eine in die Deutsche Gesellschaft für Philosophie integrierte Plattform des Austausches und der Information zu Frauen in der Geschichte der Philosophie zur Verfügung. Sie dient der Vernetzung von Forscherinnen und Forschern, die auf dem Gebiet Frauen in der Geschichte der Philosophie forschen. Weitere Informationen sind auf der zugeordneten Projektwebseite und auf der AG-Webseite bei der DGPhil zu finden:
Das Vernetzungsprojekt steht allen deutschsprachigen ForscherInnen zur Verfügung. Ziel ist es, eine gemeinsame und möglichst umfangreiche Plattform für das Forschungs- und Lehrgebiet Frauen in der Geschichte der Philosophie entstehen zu lassen.
Die Plattform richtet sich explizit an alle, die an dem Forschungs- und Lehrgebiet interessiert sind und nicht ausschließlich an ForscherInnen, die sich bereits als ExpertInnen dafür verstehen.